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Erlebtes vertiefen – Verpasstes nachvollziehen

Videomitschnitt von „Wenn Rechtsextreme regieren – ein Szenario“

Deutschland 2033: Einhundert Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten steht Deutschland vor einer Bundestagswahl – und die AfD geht als Siegerin hervor. Dabei kam der Zusammenbruch leiser, als viele dachten: ohne revolutionäre Gewalt, ohne fanatisierte Massen – nur durch Verwaltung, Paragrafen und eine politisierte Justiz. Justus Bender erzählt von einem Untergang ohne Spektakel – gerade das macht seine Vision so realistisch. Das Szenario spielt in der Zukunft, handelt aber von einer Gegenwart, in der es noch Hoffnung gibt: Es erklärt, welche Politik und Kommunikation heute nötig sind, um das Scheitern von morgen zu verhindern. JUSTUS BENDER hat Philosophie und Amerikanistik in Frankfurt am Main studiert. Er ist stellvertretender Leiter des Politikressorts der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und gilt als einer der profundesten Kenner der AfD. Bender beobachtet die Partei seit ihren Anfängen als euroskeptische Kleinpartei und hat 2017 mit "Was will die AfD?" das Standardwerk über deren Aufstieg und Ziele geschrieben.

Videomitschnitt von „Wenn China angreift. Ein Szenario“

„Ein chinesischer Kampfjet stürzt nach einem riskanten Manöver in taiwanischem Luftraum ab. Pekings Machthaber befehlen daraufhin den Angriff auf den Inselstaat. Die USA, innenpolitisch zerstritten, treten in den Krieg ein, aber viel zu spät: China hat Taiwan schon annektiert, unterstützt von Russland, Iran und Nordkorea. Die globalen geopolitischen und ökonomischen Folgen sind verheerend: Die USA und China ringen um die Weltherrschaft, es droht ein dritter Weltkrieg, die Wirtschaft in Europa schmiert ab. Deutschland ist wegen seiner Verstrickung mit China besonders hart getroffen.“ Der Politologe Andreas Fulda analysiert in seinem hypothetischem Zukunftsszenario die globalen Folgewirkungen eines Überfalls von China auf Taiwan und zeigt Wege der Konfliktvermeidung. Ein Weckruf zur Verteidigung der freien Welt!

Videomitschnitt von „Rainer Maria Rilke. Der Dichter – Der Mensch – Der Mystiker“

Rilke konnte im Stundenbuch eine transkonfessionelle Spiritualität entwickeln, die Millionen Menschen ermutigt hat, dem Empfinden von Sinnlosigkeit und Entfremdung in der Moderne religiöse Bilder entgegenzusetzen. Gegen Ende seines Lebens verkündete er eine Praxis der dichterischen Verantwortung für die humane Identität und Reifung, die eine spirituelle Zuwendung zu den Dingen der Welt reflektiert. Rilke inszeniert literarische und personale Perspektivenwechsel, damit radikale Umbrüche verstanden und gemeistert werden können. Eine Erfahrung auch unserer Generation, die zwischen Zukunftsangst, Ratlosigkeit und Hoffnung pendelt?

Videomitschnitt von „Hat die Wissenschaft immer recht?“

Ob Energieversorgung, Corona-Pandemie oder Künstliche Intelligenz – Wissenschaft liefert Erkenntnis und Orientierung. Allerdings nur selten in Form eindeutiger Fakten und Wahrheiten, sondern meist verbunden mit Differenzierungen. Welche Rolle kann die Wissenschaft vor diesem Hintergrund bei Diskussionen in der Gesellschaft spielen? Auf welcher wissenschaftlichen Grundlage können politische Entscheidungen gefällt werden? Wir sprechen über Orientierungssuche im Spannungsfeld von Wissenschaft, Öffentlichkeit und Medien mit: Prof. Dr. Drs. h.c. Ortwin Renn, Research Institut for Sustainibility (RIFS), Potsdam, Prof. Dr. Reiner Anselm, Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik, LMU München und Dr. Marlene Weiß, Süddeutsche Zeitung.

Videomitschnitt von „Freimauerei, Neuoffenbarungen und moderne Esoterik“

Religiös-weltanschauliche Gegenwartskulturen: Matthias Pöhlmann im Gespräch mit Daria Pezzoli-Oligiati. In unserer pluralen Gesellschaft koexistieren unterschiedliche religiöse und weltanschauliche Vorstellungen und beeinflussen sich gegenseitig. Die Art und Weise, wie Menschen sich angesichts existentieller Herausforderungen orientieren, ist breit gefächert und faszinierend. Mit Rückblenden auf Entwicklungen seit der Neuzeit erläutern Dr. Matthias Pöhlmann und Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati ausgewählte Dimensionen von Gegenwartskulturen anhand dreier Linien der aktuellen religiösen und weltanschaulichen Landschaft: die Freimaurerei, die Neuoffenbarungen und die moderne Esoterik. Musikalische Begleitung: Irina Firouzi, Sopranistin (Germering) & Benedikt Ofner, Korrepetitor (Landestheater Linz)

Videomitschnitt von „Frank Bösch: Deals mit Diktaturen“

„Deals“ sind im politischen Geschäft zur Zeit hoch im Kurs. Aber das Phänomen ist nicht neu: Der Umgang mit Diktatoren – von rechten Generälen über kommunistische Generalsekretäre bis hin zu Autokraten – hat die bundesdeutsche Demokratie von Anfang an herausgefordert. Frank Bösch zeigt auf der Grundlage umfassender Archivrecherchen, welche Interessen dabei öffentlich und in den Hinterzimmern im Spiel waren und über welche offiziellen und obskuren Kanäle Deals eingefädelt wurden. Er beschreibt, wie die Öffentlichkeit beeinflusst wurde, wie sie reagierte und wie unter gesellschaftlichem Druck allmählich Werte und Sanktionen eine größere Rolle spielten. Durch die Recherche entsteht „andere“ Geschichte der Bundesrepublik. Prof. Dr. Frank Bösch, Professor für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam und Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF). Autor des SPIEGEL-Bestsellers "Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann".
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