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Erlebtes vertiefen – Verpasstes nachvollziehen

Videomitschnitt von „Frank Bösch: Deals mit Diktaturen“

„Deals“ sind im politischen Geschäft zur Zeit hoch im Kurs. Aber das Phänomen ist nicht neu: Der Umgang mit Diktatoren – von rechten Generälen über kommunistische Generalsekretäre bis hin zu Autokraten – hat die bundesdeutsche Demokratie von Anfang an herausgefordert. Frank Bösch zeigt auf der Grundlage umfassender Archivrecherchen, welche Interessen dabei öffentlich und in den Hinterzimmern im Spiel waren und über welche offiziellen und obskuren Kanäle Deals eingefädelt wurden. Er beschreibt, wie die Öffentlichkeit beeinflusst wurde, wie sie reagierte und wie unter gesellschaftlichem Druck allmählich Werte und Sanktionen eine größere Rolle spielten. Durch die Recherche entsteht „andere“ Geschichte der Bundesrepublik. Prof. Dr. Frank Bösch, Professor für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam und Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF). Autor des SPIEGEL-Bestsellers "Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann".

Videomitschnitt von „Christina Morina: Tausend Aufbrüche“

Viele Bewohnerinnen und Bewohner der DDR identifizierten sich mit ihrem Land und dessen „volksdemokratischen“ Idealen, blieben dem Staat und seinen Institutionen gegenüber jedoch skeptisch. Diese Staatsferne gepaart mit einem oft provinziell-utopischen Bürgersinn, dessen Potentiale nach der Vereinigung weitgehend ungenutzt blieben, wirkt bis heute nach. Im Zusammenspiel mit einem wiedererstarkenden Nationalismus im Westen entstand so nicht zuletzt auch der Nährboden für den Aufstieg des Rechtspopulismus. Christina Morinas Buch offenbart die Grenzen der westdeutschen Liberalisierung ebenso wie die Vielfalt der ostdeutschen Demokratieaneignungsversuche – ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der gegenwärtigen prekären Lage der Demokratie.

Videomitschnitt von „Was ist Liebe?“

Ist Liebe eine chemische Reaktion, ein Trick der Evolution, ein zutiefst menschliches Gefühl oder eine humane Aufgabe? Die Griechen hatten schon mindestens drei Begriffe, um das Unfassbare zu fassen: eros, philia agape, das Lateinische unterscheidet concupiscentia, amor, misericordia, caritas usw. Was also ist Liebe? Eine Illusion oder die Lebensgrundlage schlechthin? Und vor allem: Kann man das Lieben lernen? Vielleicht erfahren wir etwas über uns selbst, wenn wir auch andere Kulturen betrachten, um in der Suche nach Liebe tiefere menschliche Potentiale zu entdecken. Wir werden genau das in Vortrag und Gespräch versuchen und dabei auch das neue Buch "Wie wir Mensch werden. Anthropologie für die Zukunft" (Herder Verlag) von Michael von Brück kennenlernen.

Videomitschnitt von „Moral: Die Erfindung von Gut und Böse“

Moderne Gesellschaften sind Krisengesellschaften. Universelle Werte sind erodiert, eine allgemeingültige Moral scheint für immer der Vergangenheit anzugehören. Doch der Schein trügt: Tatsächlich gibt es universelle Werte, die alle Menschen miteinander teilen. Woran also können wir uns orientieren? Wie wollen wir leben? Wie können wir miteinander auskommen? Wie ist es uns früher gelungen, und wie wird es in Zukunft möglich sein? Hanno Sauer erzählt die Geschichte unserer Moral von der Entstehung menschlicher Kooperationsfähigkeit vor 5 Millionen Jahren bis zu den jüngsten Krisen moralischer Polarisierung. Und er beschreibt, welche Prozesse biologischer, kultureller und historischer Evolution die moralische Grammatik formten, die unsere Gegenwart bestimmt.
Prof. Dr. Hanno Sauer
ist Philosoph und lehrt Ethik an der Universität Utrecht. Er ist Autor zahlreicher Fachaufsätze und mehrerer wissenschaftlicher Werke, hält Vorträge in Europa und Nordamerika. 2020 erhielt er den Preis der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften

Videomitschnitt von „Stadt im Klimawandel“

Wie kann sich München anpassen? Ob Trockenperioden oder Starkregenereignisse – Klimaveränderungen treffen auch Großstädte wie die Landeshauptstadt München. Ein Anstieg der Durchschnittstemperatur wirkt sich zum Beispiel durch den Wärmeinseleffekt, also die Aufheizung dicht bebauter Flächen, in der Stadt stärker aus. Da Bevölkerung und Infrastruktur auf engem Raum konzentriert sind, ist eine großflächige Umgestaltung in bestehenden Arealen nur schwer umsetzbar. Neue Quartiere bieten dagegen Freiräume zur Gestaltung, um die Auswirkungen von Hitzewellen und extremen Niederschlägen zu mildern. Bereits 2016 entwickelte die Stadt München ein Konzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und schreibt dieses fort. Wo steht München Anfang 2025? Wir sprechen mit: Andrea Gebhard, Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer Prof. Dr. Cordula Kropp, Professorin für Umwelt- und Techniksoziologie, Universität Stuttgart Prof. Dr. Elisabeth Merk, Stadtbaurätin Landeshauptstadt München Prof. Dr.-Ing. Jan Wörner, Bauingenieur und Präsident von acatech   München, den 14.01.2025
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