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Sterben lernen

Philosophische Bausteine einer zeitgemäßen ars moriendi

ab
13.10.23
10:00 Uhr

Bildnachweis: Michael Kaminski

Dies ist eine vergangene Veranstaltung!
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Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Wir werden die Reihe „Philosophieren im Hospiz“ aber voraussichtlich im Sommer 2024 fortsetzen.

Ein dreiteiliges philosophisches Gespräch:

1. Schicksal, Zufall, Glück
Vieles in unserem Leben geschieht scheinbar ganz zufällig und ungeplant. Und doch versuchen wir, das Leben zu kontrollieren und zu planen bis zuletzt. Patientenverfügungen, gesundheitliche Vorausplanung bis ins Detail prägen unsere „Vorsorge-Debatte“. Wie gehen wir – in einer technikgeprägten Welt – mit dem „Unverfügbaren“ um? Was genau ist es, das sich unserer Verfügbarkeit, unserem Zugriff, unserer Beherrschung entzieht? Und wie sähe ein rationaler Umgang mit dem „Unverfügbaren“ aus? Wäre ein „fallen können“, „sich loslassen können“, „ruhen können“ eine Möglichkeit? Wäre es gar eine Lebenskunst, alles so zu nehmen, wie es eben kommt?

2. Das Leiden am Leben
Sicherlich können wir an unseren körperlichen Gebrechen, Erkrankungen und Einschränkungen leiden. Darüber hinaus leiden wir Menschen aber am Unversöhnlichen, wenn wir Probleme verschleppen und deren Lösung vermeiden. Oder wir leiden am Ungelebten, also an all den verpassten Möglichkeiten unseres Lebens. Sicherlich leider wir auch an der Leere, hinter der ein Mangel an Sinngebung und Orientierung stehen kann. Können wir uns geistig darauf einstellen, wie die antike Philosophie es annahm?

3. Leben und Sterben ohne warum?
Die Frage nach der Ursache ist tief im menschlichen Wesen verankert. Die erste Frage, wenn etwas passiert ist: Wie konnte das geschehen? Wer oder was ist schuld? „Warum musste mein Partner so schwer krank werden?“ „Warum muss ich jetzt sterben, wo ich gerade anfange, den Ruhestand zu genießen?“. Gibt es ein letztes Warum für unser Leben? Was ist gemeint, wenn wir vom „Sinn des Lebens“ sprechen? Ist man krank, wenn man die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt (wie Freud meinte), oder wird man krank, wenn man sie nicht stellt (wie Frankl meinte)? Bedarf es, um gut zu leben, einer Antwort auf die Frage „Warum“?

Die beiden Referenten werden zunächst jeweils miteinander zum angegebenen Thema ins Gespräch kommen, dann aber auch alle Teilnehmer/innen zum Dialog einladen.

Moderation: Dipl.-Soz.päd (FH) / Dipl-Theol. Sepp Raischl, Vorstand und Fachliche Leitung des Instituts für Bildung und Begegnung am Christophorus Hospiz München

Terminübersicht
Freitag, 13.10.2023, 10.00-12.00 Uhr
Freitag, 20.10.2023, 10.00-12.00 Uhr
Freitag, 27.10.2023, 10.00-12.00 Uhr

Termin
mehrere Termine ab
Fr, 13.10.23 10:00 Uhr
Details siehe linke Spalte

Ort
Christopherus-Hospiz
Effnerstr. 93
München

Kosten
45,00 €

Anmeldung bis 04.10.23

Dr. Judith Tech
studierte, nach mehrjähriger Berufstätigkeit als Krankenschwester, Philosophie. Das Studium schloss sie mit der Promotion ab. Von der Systemischen Gesellschaft (SG) wurde sie als Systemische Beraterin zertifiziert. Seit 2004 führt sie eine Philosophische Praxis in München: www.philosophieren-im-gespraech.de

Dr. Bernd Groth
studierte Philosophie, Theologie und Russistik. Nach der Promotion in Theologie mehrjährige Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten im Bereich von Religionsphilosophie und Fundamentaltheologie. Er ist seit einigen Jahren in der Erwachsenenbildung tätig. Seit 2010 führt er zusammen mit Judith Tech eine Philosophische Praxis.

Sepp Raischl
Dipl.-Soz.päd (FH) / Dipl-Theol. Sepp Raischl, Vorstand und Fachliche Leitung des Instituts für Bildung und Begegnung am Christophorus Hospiz München

Bildnachweis: Michael Kaminski

Sterben lernen

Philosophische Bausteine einer zeitgemäßen ars moriendi

ab 13.10.23 | 10:00 Uhr


Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Wir werden die Reihe „Philosophieren im Hospiz“ aber voraussichtlich im Sommer 2024 fortsetzen.

Ein dreiteiliges philosophisches Gespräch:

1. Schicksal, Zufall, Glück
Vieles in unserem Leben geschieht scheinbar ganz zufällig und ungeplant. Und doch versuchen wir, das Leben zu kontrollieren und zu planen bis zuletzt. Patientenverfügungen, gesundheitliche Vorausplanung bis ins Detail prägen unsere „Vorsorge-Debatte“. Wie gehen wir – in einer technikgeprägten Welt – mit dem „Unverfügbaren“ um? Was genau ist es, das sich unserer Verfügbarkeit, unserem Zugriff, unserer Beherrschung entzieht? Und wie sähe ein rationaler Umgang mit dem „Unverfügbaren“ aus? Wäre ein „fallen können“, „sich loslassen können“, „ruhen können“ eine Möglichkeit? Wäre es gar eine Lebenskunst, alles so zu nehmen, wie es eben kommt?

2. Das Leiden am Leben
Sicherlich können wir an unseren körperlichen Gebrechen, Erkrankungen und Einschränkungen leiden. Darüber hinaus leiden wir Menschen aber am Unversöhnlichen, wenn wir Probleme verschleppen und deren Lösung vermeiden. Oder wir leiden am Ungelebten, also an all den verpassten Möglichkeiten unseres Lebens. Sicherlich leider wir auch an der Leere, hinter der ein Mangel an Sinngebung und Orientierung stehen kann. Können wir uns geistig darauf einstellen, wie die antike Philosophie es annahm?

3. Leben und Sterben ohne warum?
Die Frage nach der Ursache ist tief im menschlichen Wesen verankert. Die erste Frage, wenn etwas passiert ist: Wie konnte das geschehen? Wer oder was ist schuld? „Warum musste mein Partner so schwer krank werden?“ „Warum muss ich jetzt sterben, wo ich gerade anfange, den Ruhestand zu genießen?“. Gibt es ein letztes Warum für unser Leben? Was ist gemeint, wenn wir vom „Sinn des Lebens“ sprechen? Ist man krank, wenn man die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt (wie Freud meinte), oder wird man krank, wenn man sie nicht stellt (wie Frankl meinte)? Bedarf es, um gut zu leben, einer Antwort auf die Frage „Warum“?

Die beiden Referenten werden zunächst jeweils miteinander zum angegebenen Thema ins Gespräch kommen, dann aber auch alle Teilnehmer/innen zum Dialog einladen.

Moderation: Dipl.-Soz.päd (FH) / Dipl-Theol. Sepp Raischl, Vorstand und Fachliche Leitung des Instituts für Bildung und Begegnung am Christophorus Hospiz München


Mit

Dr. Judith Tech
studierte, nach mehrjähriger Berufstätigkeit als Krankenschwester, Philosophie. Das Studium schloss sie mit der Promotion ab. Von der Systemischen Gesellschaft (SG) wurde sie als Systemische Beraterin zertifiziert. Seit 2004 führt sie eine Philosophische Praxis in München: www.philosophieren-im-gespraech.de

Dr. Bernd Groth
studierte Philosophie, Theologie und Russistik. Nach der Promotion in Theologie mehrjährige Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten im Bereich von Religionsphilosophie und Fundamentaltheologie. Er ist seit einigen Jahren in der Erwachsenenbildung tätig. Seit 2010 führt er zusammen mit Judith Tech eine Philosophische Praxis.

Sepp Raischl
Dipl.-Soz.päd (FH) / Dipl-Theol. Sepp Raischl, Vorstand und Fachliche Leitung des Instituts für Bildung und Begegnung am Christophorus Hospiz München


Termine
Freitag, 13.10.2023, 10.00-12.00 Uhr
Freitag, 20.10.2023, 10.00-12.00 Uhr
Freitag, 27.10.2023, 10.00-12.00 Uhr

Ort
Christopherus-Hospiz
Effnerstr. 93
München

Kosten
45,00 €

Kooperationspartner
Christopherus-Hospiz


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Christopherus-Hospiz

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