Bildnachweis: privat
Verfolgt, gefeiert, vergessen.
Die Journalistin, Emigrantin und Bibliotheksgründerin Jella Lepman
01.12.26 | 19:00 Uhr | anmelden
Die Stuttgarter Jüdin Jella Lepman war die erste weibliche Redakteurin im „Stuttgarter Neuen Tagblatt“. 1936 emigrierte sie mit ihren Kindern nach London, verfasste die erste und für lange Zeit einzige Studie über „Women in Nazi-Germany“ und arbeitete für die BBC. 1945 kehrte sie im Rahmen des amerikanischen Reeducation Programms als Beraterin für Frauen- und Jugendfragen nach Deutschland zurück und wirkte als durchsetzungsstarke Impulsgeberin in der Nachkriegszeit. Ihre Bemühungen mündeten 1949 in die Eröffnung der Internationalen Jugendbibliothek, wofür sie zu Lebzeiten vielfach gewürdigt wurde. In dem Vortrag wird das Leben einer ungewöhnlichen Persönlichkeit, die zu Unrecht heute weitgehend vergessen ist, nachgezeichnet.
Mit
Dr. Christiane Raabe
wurde in der Mittelalterlichen Geschichte an der Freien Universität Berlin promoviert. Seit 2007 leitet sie die Stiftung Internationale Jugendbibliothek in München. Sie ist Mitglied in verschiedenen Beiräten und Stiftungsvorständen und war bis 2025 Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bildnachweis: Stiftung Internationale Jugenbibliothek Wolfgang Schmidt
Termin
Di., 01.12.26
19:00 – 20:30 Uhr
Ort
Evangelische Stadtakademie
Herzog-Wilhelm-Str. 24
80331 München
Kosten
kostenfrei
Kooperationspartner
Liberale Jüdische Gemeinde Beth Shalom e.V.

