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Opfer
Über Verwundbarkeit als Selbstbild
25.02.27 | 19:00 Uhr | anmelden
Schwäche zu zeigen galt lange als Tabu. Heute kann, wer sich als Opfer sieht, mit Aufmerksamkeit und Empathie rechnen. Die Philosophin Maria-Sibylla Lotter erklärt diesen Wandel mit der weiten Verbreitung psychotherapeutischen Denkens und den vielfältigen Formen der Erinnerung an die Opfer politischer Gewalt. Damit wird die Gesellschaft menschlicher, geht aber das Risiko ein, dass Menschen in der Opferrolle Handlungsfähigkeit und Autonomie einbüßen. Reden wir allzu schnell von Opfern? Maria-Sibylla Lotter wirft einen kühlen Blick auf eine aufgeregte Debatte.
Mit
Prof. Dr. Maria-Sibylla Lotter
studierte in Freiburg, Berlin und St. Louis Philosophie, Religionswissenschaft und Ethnologie. 2010 habilitierte sie sich in Zürich, seit 2014 ist sie an der Ruhr-Universität Bochum Professorin für Ethik und Ästhetik. Daneben schreibt sie regelmäßig für die NZZ und Die Zeit. Sie lebt in Freiburg. Bildnachweis: Maria Ziegler
Termin
Do., 25.02.27
19:00 – 20:30 Uhr
Ort
Online via Zoom
Kosten
10,00 €

