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Die Hamas

Zwischen Widerstand und Terror, Herrschaft über Gaza und Krieg gegen Israel

29.04.24
19:00 Uhr

Bildnachweis: iStock

Als sich 1987 die palästinensischen Anhänger der ägyptischen Muslimbruderschaft im Gazastreifen in „Islamische Widerstandsbewegung“ (arabisches Akronym: Hamas) umbenannten, verfolgten sie zwei Ziele: Den Staat Israel durch einen bewaffneten „Heiligen Krieg“ zu vernichten und die Führung des palästinensischen Volkes zu übernehmen. Nach fast zwei Jahrzehnten der Opposition zur säkularen Rivalin Fatah und zahlreichen Terroranschlägen gegen Israel, die ihren Friedenskurs torpedieren sollten, gewannen die Islamisten 2006 überraschend die palästinensischen Wahlen. Doch der Machtkampf mit der Fatah ging weiter. Die Hamas bestand auf die Fortsetzung des bewaffneten Kampfes gegen die israelische Besatzung und riss im Gazastreifen 2007 die Macht gewaltsam an sich. Sie installierte einen eigenen Herrschaftsapparat, baute ihre Miliz aus und griff Israel regelmäßig mit Raketen an. Zur weiteren Radikalisierung auf palästinensischer Seite trug auch der kontinuierliche Rechtsruck in Israel bei, der die Gesellschaft spaltete. Die innerisraelische Krise meinten die Hamas und die mit ihr verbündeten Milizen im Gazastreifen für ihren großangelegten brutalen Terrorangriff am 7. Oktober 2023 auf das Grenzgebiet nutzen zu können. Doch Israel schlägt hart zurück und will die Hamas und die anderen Milizen vernichten. Im Gazastreifen ist es zu einer verheerenden humanitären Katastrophe gekommen.

Termin
Mo, 29.04.24
19:00 – 20:30 Uhr

Ort
Evangelische Stadtakademie
Herzog-Wilhelm-Str. 24
80331 München

Kosten
9,00 €
Vortrag und Austausch

anmelden

Dr. Joseph Croitoru
Historiker, Journalist und Buchautor, schreibt für die deutschsprachige Presse und den Rundfunk u.a. über den Nahostkonflikt, jüdische und islamische Geschichte sowie religiösen Fundamentalismus. Joseph Croitoru wurde 2021 mit dem Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung ausgezeichnet.

Bildnachweis: iStock

Die Hamas

Zwischen Widerstand und Terror, Herrschaft über Gaza und Krieg gegen Israel

29.04.24 | 19:00 Uhr | anmelden


Als sich 1987 die palästinensischen Anhänger der ägyptischen Muslimbruderschaft im Gazastreifen in „Islamische Widerstandsbewegung“ (arabisches Akronym: Hamas) umbenannten, verfolgten sie zwei Ziele: Den Staat Israel durch einen bewaffneten „Heiligen Krieg“ zu vernichten und die Führung des palästinensischen Volkes zu übernehmen. Nach fast zwei Jahrzehnten der Opposition zur säkularen Rivalin Fatah und zahlreichen Terroranschlägen gegen Israel, die ihren Friedenskurs torpedieren sollten, gewannen die Islamisten 2006 überraschend die palästinensischen Wahlen. Doch der Machtkampf mit der Fatah ging weiter. Die Hamas bestand auf die Fortsetzung des bewaffneten Kampfes gegen die israelische Besatzung und riss im Gazastreifen 2007 die Macht gewaltsam an sich. Sie installierte einen eigenen Herrschaftsapparat, baute ihre Miliz aus und griff Israel regelmäßig mit Raketen an. Zur weiteren Radikalisierung auf palästinensischer Seite trug auch der kontinuierliche Rechtsruck in Israel bei, der die Gesellschaft spaltete. Die innerisraelische Krise meinten die Hamas und die mit ihr verbündeten Milizen im Gazastreifen für ihren großangelegten brutalen Terrorangriff am 7. Oktober 2023 auf das Grenzgebiet nutzen zu können. Doch Israel schlägt hart zurück und will die Hamas und die anderen Milizen vernichten. Im Gazastreifen ist es zu einer verheerenden humanitären Katastrophe gekommen.


Mit

Dr. Joseph Croitoru
Historiker, Journalist und Buchautor, schreibt für die deutschsprachige Presse und den Rundfunk u.a. über den Nahostkonflikt, jüdische und islamische Geschichte sowie religiösen Fundamentalismus. Joseph Croitoru wurde 2021 mit dem Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung ausgezeichnet.


Termin
Mo, 29.04.24
19:00 – 20:30 Uhr

Ort
Evangelische Stadtakademie
Herzog-Wilhelm-Str. 24
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Kosten
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